Rückkehr nach zehn Jahren

Der erste HR-V war seiner Zeit weit voraus. Bei seiner Lancierung 1999 gab es das Segment der kleinen SUVs noch nicht und war auch nicht gefragt. Die Folge: Nach sechs Jahren stellte Honda die Produktion ohne Nachfolger wieder ein. Zehn Jahre später kehrt der HR-V mit einem deutlich dynamischeren Design zurück.

Hinter dem HR-V steht die Absicht, die Eleganz eines Coupés und die Stärken eines SUV zu vereinen. Das ist den Japanern gut gelungen: Der neue Honda HR-V sieht attraktiv aus. Im Vergleich etwa zum Nissan Qashqai, einem der erfolgreichsten Modelle in diesem Segment, ist der HR-V mit rund 4,3 Metern etwas kürzer, er bietet aber im Innenraum mehr Platz. Die Ladekapazität, ein wichtiger Punkt, des HR-V hat in der normalen Konfiguration der Sitze ein Volumen von 453 Litern, bei umgeklappter Rückbank 1026 Liter.

Das Interieur wirkt hochwertig, modern und übersichtlich. Es gibt ein internetfähiges Multimediasystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Notbrems- und Spurhalteassistent oder eine Berganfahrhilfe. Der unter dem Fahrersitz verbaute Tank sorgt für eine erhöhte Sitzposition des Fahrers sowie ordentlich Platz im Kofferraum (453–1026 Liter).

Im HR-V setzt Honda den aus dem Civic bekannten 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS ein. Daneben steht ein komplett neuer 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS und 155 Nm zur Verfügung.

Den Benziner gibts wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung oder CVT-Getriebe. Der grundsätzlich stufenlose Automat simuliert sieben Stufen und macht seine Sache  gut. Die Schaltstufen sind spürbar und verhindern so meist das unangenehme Heulen.

In Europa bietet Honda den HR-V nur mit Frontantrieb an. 4×4 ist vorerst nicht angedacht. Darin sieht Oliver Martin, Marketingverantwortlicher von Honda Schweiz, keinen Nachteil: «Die meisten kleinen SUVs in der Schweiz werden ohne 4×4 verkauft.»