Ein Van für sieben Passagiere

16,9 Zentimeter mehr Länge und zwei Extrasitze machen aus dem Citroën C4 Picasso den Grand – und ein besseres Auto. “Auto Motor und Sport” und “Top Gear” haben den Van getestet.

Der neue Renault Espace kommt von Citroën. Das verlangt nach Erklärung: 2014, da wird der Espace IV zwölf Jahre auf dem Buckel haben, ersetzt ihn Renault durch etwas Crossoveriges, einen Mix aus SUV und Cafélounge. Wer dann ein Auto sucht, so besonders geräumig, so besonders variabel und vor allem so besonders wie der Espace, findet es im Citroën Grand C4 Picasso.

Citroën Grand C4 Picasso auf EMP2-Plattform

Der Citroën Grand C4 Picasso basiert wie der 16,9 Zentimeter kürzere und 1,9 cm flachere normale C4-Van auf der neuen EMP2-Plattform des PSA-Konzerns, trägt also an den Enden des um 5,5 cm auf 2,84 Meter gestreckten Radstands Mc-Phersons vorn und Verbundlenker hinten. Dazu räumen die Techniker das komplette Hinterzimmer des Peugeot 5008 ein: drei schmale, harte, längs verschieb- und neigungsverstellbare Sitze in die zweite Reihe sowie das enge Klappsitzduo, das sich flach in den Kofferraum faltet. Mit etwas Hin- und Hergeschiebe der Sitze kommen tatsächlich sieben Passagiere im Citroën Grand C4 Picasso unter, was übrigens sehr leicht geht.

Citroën möchte, dass ihre Autos freundlich und zugänglich wirken. Von Vorne wird man beim C4 Picasso an einen freundlichen Haifisch erinnert (wer erinnert sich noch an den “Shark” DS 23?). Hinten mit den 3D Lichtern an einen verbesserten Audi-Stil. Innen gibt es im Citroën Grand C4 Picasso Sessel mit Massagefunktion für den Fahrer, am Beifahrersitz fährt eine Beinstütze aus, und er legt sich zum Liegesitz flach. Kleine Details wie Sonnenrollos im Fond, dreifach Isofix und der Innenraumspiegel, mit dem sich Tumulte auf der Kinderreihe verfolgen und beschiedsrichten lassen, zeigen die Familien-, 645 Liter Ladevolumen die Packkompetenz des Citroën Grand C4 Picasso – und Innenraum ist entscheidend in dieser Klasse. Darüber hinaus gibt es eine Tonne von Stauboxen und versteckten Fächern, sodass garantiert jedes Kind sein Geheimfach haben kann.

Citroën Grand C4 Picasso mit lichtem Innenraum

Damit liegt er übrigens fast exakt auf dem Niveau des sechs Zentimeter längeren Espace. Dem strebt er traditionell auch darin nach, den Horizont zu weiten: Mit der serienmässigen Panorama-Frontscheibe, dem Glasdach sowie den gegabelten und verglasten A-Säulen schafft der Citroën Grand C4 Picasso einen lichten Innenraum, dessen modernes Ambiente durch das Touchscreen-System unterstrichen wird. Innen gibt sich der C4 Picasso also super “glasig” – was sich anfühlt, als wäre man draussen.

Der C4 Picasso ist übrigens wirklich neu: Er ist der erste Wagen mit der PSA modularen Plattform. Die Struktur ist besser und lässt mehr Raum für den Menschen. In seiner Großzügigkeit erscheint der Citroën Grand Picasso als der ausgewogenere C4 Picasso. Er versucht sich erst gar nicht in Dynamik, federt weich und kurvt früh untersteuernd, aber immer sicher. Rückmeldung in der Lenkung? Pah! Feiern wir den sacht und sparsam bedieselten Citroën Grand C4 Picasso lieber, denn er setzt unser Leben auf weiten Raum und ist daher super für die Familie, günstig im Unterhalt und sicher. “Top Gear” meint, für einen Familienwagen wurden die richtigen Prioritäten sehr gut umgesetzt.

[Source: Top Gear vom August 2013]